Jahresrückblick 2020

Das Jahr 2020

1. Januar 2020 - der Start in ein neues Jahr und für mich der Beginn meiner Selbstständigkeit als Fotografin. Meinen Bürojob habe ich an den Nagel gehängt damit ich mich ein Jahr, neben der Familie, voll und ganz auf die Fotografie konzentrieren kann. Der Anfang hat dann auch ganz gut geklappt. Es kamen immer mehr Anfragen rein und anfangs Februar sah es so aus, dass März und April so ausgelastet sind, wie ich mir das erhofft habe.

Im Februar hatte ich mich auch auf mein erstes Hochzeit in diesem Jahr vorbereitet. Dieses wunderschöne Fest hat am 29. Februar stattgefunden. Es war ein kalter Wintertag, aber die Stimmung war super und beim Paarshooting hat sogar noch die Sonne rausgeschaut. Corona war damals schon in der Schweiz angekommen, aber irgendwie hat das noch niemanden so richtig interessiert. Ein Tag später, am ersten März, haben wir mit Familie und Freunden den Geburtstag von unserem Sohn gefeiert - wer hätte gedacht, dass es das letzte Fest für lange Zeit ist. 

In der folgenden Woche haben sich die Meldungen um dieses neue Virus nur so überschlagen. Eine Unsicherheit hat sich verbreitet, die niemand so richtig einschätzen konnte. Und dann, kam der Lockdown. Den zweiten Geburtstag unserer Tochter, 17. Tage nach dem Geburtstag von unserem Sohn, haben wir "nur" noch zu viert gefeiert. Alle Shootings für März und April waren bis auf weiteres verschoben oder abgesagt. So habe ich mir den Start in die Selbstständigkeit wirklich nicht vorgestellt. Immerhin konnte ich so die Betreuung unserer Kinder abdecken, weil die konnten ja nicht mehr zu ihren geliebten Grosseltern. 

Zum Glück war es ein wunderschöner Frühling. Wir waren viel draussen, haben früher als sonst die "Feuerstellen-Saison" gestartet und ich habe mich mit Onlineworkshops versucht ein bisschen abzulenken.

Dann endlich, auf ende April kamen die ersten Lockerungen. Man durfte sich draussen wieder in kleinen Gruppen treffen und unter diesen Bedingungen waren dann auch Familienshootings wieder möglich. Am 30. April habe ich bei der Corona-Hotline angerufen um mich zu erkundigen, ob mit den Lockerungen vom 27. April auch Babyshootings wieder möglich seien, die Antwort war "ja" solange ein Hygienekonzept erstellt wird. 30 Minuten später hat das BAG dem Verband SBF (Schweizer Berufsfotografen und Filmgestalter) kommuniziert, dass wir bis am 11. Mai 2020 Berufsverbot haben. Somit waren auch Shootings draussen wieder verboten.

Während dem Lockdown waren bei mir praktisch keine Anfragen reingekommen. Aber mit den ersten Lockerungen kamen auch die Anfragen wieder zurück. Im Mai habe ich noch etwas reduziert gearbeitet aber im Juni hat es dann so richtig begonnen. In den kommenden Monaten, hatte ich wunderschöne Shootings, habe viele neue Menschen kennen gelernt und konnte für meine Kunden wertvolle Erinnerungen einfangen.

Eines meiner Highlights letzten Sommer war sicherlich die wunderschöne Hochzeit, die ich ende Juli begleiten durfte. Eigentlich wollten die beiden am Strand heiraten - aber auch da hat Corona die Pläne zunichte gemacht. So wurde anstatt am Meer am Thunersee gefeiert. Vielleicht nicht ganz das selbe, aber der Tag war einfach traumhaft schön und ich bin den beiden so dankbar, dass ich dabei sein durfte um ihren Tag mit meiner Kamera festzuhalten. 

In unseren Familienferien in Serfaus, konnte ich meine Batterien wieder so richtig aufladen. Und diese vollen Batterien hat es auch gebraucht. Bis auf den kurzen Wintereinbruch im September war das Wetter einfach perfekt für Shootings. Bei vielen Shootings hatten wir wunderschönes Licht. Aber auch an mein erstes verregnetes Shooting denke ich gerne zurück. Der Oktober war dann so richtig voll gepackt. Gefühlt war ich jede kinderfreie Minute entweder hinter der Kamera oder am PC um die Bilder zu bearbeiten. Ab Mitte November wurde es dann ein bisschen ruhiger mit den Shootings, aber es warteten noch unzählige Bilder auf ihre Bearbeitung. So hatte ich bis ende Jahr immer genug Arbeit - und das hat mich extrem glücklich gemacht.

Fazit: nach einem ziemlich holprigen Start, hat sich das Jahr 2020 besser entwickelt als ich das eine Zeit lang befürchtet habe. Meine Ziele habe ich erreicht und somit entschieden, der Fotografie noch ein bisschen länger treu zu bleiben. Denn die Möglichkeit zu haben, sein Hobby zum Beruf zu machen, hat man schliesslich nicht so oft.

 

In diesem Sinne möchte ich bei allen bedanken, die sich in diesem Jahr vor meine Kamera gewagt haben und all denen die mich im Hintergrund unterstützt haben, meinen Traum von der Selbstständigkeit war werden zu lassen.